Regulierung · 3 Min.
Griechenland: 18 Influencer im Verdacht illegaler Werbung
Eine Person filmt sich mit dem Smartphone vor einem Ringlicht. · Bonusjungle illustration
Griechenlands Glücksspielaufsicht, die Hellenic Gaming Commission (EEEP), hat Strafanzeige gegen 18 Instagram-Influencer erstattet. Die Aufsicht wirft ihnen vor, nicht lizenzierte Glücksspielseiten bei zusammen 3,6 Millionen Followern beworben zu haben. Die Fälle sind im Stadium der Vorermittlungen, und kein Gericht hat darüber entschieden. Ein im Juni verabschiedetes Gesetz erlaubt der Aufsicht außerdem, illegale Onlinewerbung mit bis zu 50.000 Euro pro Verstoß zu bestrafen.
Griechenlands Glücksspielaufsicht hat Strafanzeige gegen 18 Instagram-Influencer erstattet, denen sie vorwirft, illegale Glücksspielseiten beworben zu haben. Die Accounts kommen zusammen auf 3,6 Millionen Follower, der größte auf rund 623.000. Kyriakos Pierrakakis, Minister für Nationale Wirtschaft und Finanzen, gab die Anzeigen am 6. Oktober 2026 bei einem Termin in der Hellenic Gaming Commission (EEEP) bekannt, bei dem es um die Umsetzung des neuen griechischen Gesetzes gegen illegales Glücksspiel ging. Die Fälle sind im Stadium der Vorermittlungen: Kein Gericht hat darüber entschieden, niemand wurde verurteilt, und offiziell wurden die Influencer nicht namentlich genannt.
Neueste Casinos
Hinzugefügt:
Willkommensangebot: 100 % bis €500
35× Bonus · €20
Hinzugefügt:
Willkommensangebot: 100 % bis €750 + 50 Freispiele
35× Bonus · €20
Hinzugefügt:
Willkommensangebot: Kein Willkommensangebot
18+ · Affiliate-Links. Wir erhalten möglicherweise eine Provision.
Was die Aufsicht den Influencern vorwirft
Laut EEEP-Zahlen, über die in.gr berichtet hat, sollen die 18 Accounts 11 nicht lizenzierte Glücksspielwebsites und acht nicht lizenzierte Glücksspielanbieter beworben haben. Antonios Alexiou, stellvertretender Generaldirektor der EEEP, sagte, der illegale Markt folge dem Publikum in die sozialen Medien und nutze Menschen mit großer Reichweite, um vertrauenswürdiger zu wirken und mehr Spieler zu erreichen. Die EEEP hat ihre Anzeige bei der Staatsanwaltschaft beim Gericht erster Instanz in Athen eingebracht.
Die 3,6 Millionen sind eine Summe über die 18 Accounts und keine Zahl einzelner Menschen: Wer mehreren von ihnen folgt, wird mehrfach gezählt.
Was das Gesetz vom Juni geändert hat
Das Gesetz 5313/2026, am 25. Juni 2026 im griechischen Amtsblatt veröffentlicht, hat die EEEP gestärkt. Glücksspielinspektoren haben jetzt besondere Ermittlungsbefugnisse, die Aufsicht bekommt 110 Planstellen (40 davon für Fachpersonal), und sie kann bei illegaler Onlinewerbung sofort Verwaltungsstrafen verhängen: bis zu 50.000 Euro pro Verstoß.
Diese Verwaltungsstrafen sind ein eigenes Verfahren, getrennt von den Strafanzeigen gegen die 18. Verwaltungsstrafen gegen sie wurden nicht angekündigt.
Wie groß der illegale Markt ist
Pierrakakis nannte drei Zahlen für 2025: Rund 1,8 Mrd. Euro wurden auf dem illegalen Markt verspielt, rund 900.000 Menschen haben illegal gespielt, und rund 15.000 Websites standen auf der schwarzen Liste der Aufsicht. Gesperrt wird gemeinsam mit der griechischen Telekommunikations- und Postkommission (EETT) und den Internetanbietern. Außerdem setzt die EEEP KI-Werkzeuge ein, um illegale Netzwerke und die Kanäle, die für sie werben, zu erfassen.
„Das Internet ist kein Dschungel“, sagte Pierrakakis. „Beliebtheit verschafft keine Immunität, und Einfluss bringt Verantwortung mit sich.“ (Aus dem Griechischen übersetzt.) Er fügte hinzu, dass illegale Aktivitäten im Internet keine „Grauzone“ schaffen, dass der Sitz einer Seite außerhalb Griechenlands nicht bedeutet, dass sie geduldet wird, und dass Werbung dafür über soziale Medien niemanden aus der Verantwortung entlässt.
Auch beim Spielerschutz kommt KI zum Einsatz. Laut Alexiou läuft seit Anfang September ein Pilotprojekt mit mehr als 200.000 Onlinespielern. Es nutzt GameScanner, ein System des dänischen Unternehmens Mindway AI, um in anonymisierten Spieldaten frühe Anzeichen für problematisches Spielverhalten zu finden, und soll bis Jahresende abgeschlossen sein.
Was das für Spieler bedeutet
Meist richtet sich die Durchsetzung gegen die Seiten selbst. Dieser Fall richtet sich gegen Menschen, denen vorgeworfen wird, Spieler dorthin zu schicken. Für dich ist der praktische Punkt einfach: Ein Casino-Link von einem beliebten Account sagt nichts darüber aus, ob die Seite eine Lizenz hat. In Griechenland kann eine Seite ohne Lizenz jederzeit gesperrt werden, und für Geld, das dort auf einem Konto liegt, steht keine griechische Aufsicht ein, wenn etwas schiefgeht. Prüf vor der Anmeldung die Lizenz, nicht die Zahl der Follower.
18+. Wenn sich Glücksspiel nicht mehr wie Zeitvertreib anfühlt, lies unter verantwortungsvolles Spielen weiter.
Weiter auf diesem Weg
Quellen
- Ministerium für Nationale Wirtschaft und Finanzen: Rede von Minister Kyriakos Pierrakakis bei der Hellenic Gaming Commission, 6. Oktober 2026 (griechisch) (18 Anzeigen, Vorermittlungen, Zahlen für 2025, Zitat, Sperren mit der EETT, KI-Werkzeuge)
- in.gr: Illegales Glücksspiel: 18 Influencer mit 3,6 Millionen Followern im Visier, 6. Oktober 2026 (griechisch) (EEEP-Zahlen: 3,6 Millionen, 623.000, 11 Websites, acht Anbieter, Staatsanwaltschaft Athen, Alexiou, Pilotprojekt mit Mindway AI)
- Kathimerini: 18 Influencer wegen illegalen Glücksspiels im Visier, Strafen bis 50.000 Euro, 6. Oktober 2026 (griechisch) (neue Befugnisse, 110 Planstellen, Strafen bis 50.000 Euro)
- To Vima: 18 Influencer wegen illegalen Glücksspiels im Visier, 6. Oktober 2026 (griechisch)
- Gesetz 5313/2026, Amtsblatt A 102, 25. Juni 2026 (griechisch, über TaxHeaven)
- European Gaming: Greece files criminal complaints against 18 influencers, 8. Oktober 2026
- SBC News: Greece on illegal gambling, 7. Oktober 2026
