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Reihen leerer Schreibtische in einem Großraumbüro in der Abenddämmerung, draußen eine Stadtsilhouette.

Branche · 3 Min.

Flutter: Bis zu 1.400 Jobs in UK und Irland in Gefahr

Reihen leerer Schreibtische in einem Großraumbüro in der Abenddämmerung, draußen eine Stadtsilhouette. · Bonusjungle illustration

Flutter, Mutterkonzern von Paddy Power, Sky Bet und Betfair, baut sein Geschäft in Großbritannien und Irland um und rechnet mit bis zu 1.400 Kündigungen – vorbehaltlich der Konsultation mit den Beschäftigten. Als Grund nennt der Konzern die höheren britischen Glücksspielsteuern aus dem Herbsthaushalt 2025.

Flutter Entertainment, der Konzern hinter Paddy Power, Sky Bet und Betfair, baut sein Geschäft in Großbritannien und Irland um und rechnet damit, dass dabei bis zu 1.400 Stellen wegfallen. Flutter gab den Schritt am 20. Oktober 2026 bekannt und begründete ihn direkt mit den höheren britischen Glücksspielsteuern, die die Regierung im Herbsthaushalt 2025 (Autumn Budget) angekündigt hatte. Die Pläne stehen unter dem Vorbehalt der Konsultation mit den Beschäftigten: 1.400 ist eine Obergrenze, keine endgültige Zahl.

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Wer betroffen ist

Flutter nennt vier Standorte: Leeds in England und Dublin in Irland sowie Beschäftigte des Geschäfts in Großbritannien und Irland, die in den Flutter-Hubs in Porto (Portugal) und Cluj-Napoca (Rumänien) arbeiten. Die Betroffenen in Porto und Cluj-Napoca arbeiten für das britisch-irische Geschäft.

Flutter beschäftigt weltweit 28.500 Menschen, 9.000 davon im Geschäft in Großbritannien und Irland. Fielen alle 1.400 Stellen weg, wären das nach unserer Rechnung etwa 15,6 % der 9.000 Beschäftigten der Sparte.

Was es kostet und warum jetzt

Flutter beziffert die Kosten des Umbaus auf 80–90 Mio. $, die im vierten Quartal 2026 verbucht werden sollen. Neu ist das Geld nicht: Es steckte bereits in der höheren Prognose, die Flutter mit den Zahlen zum zweiten Quartal vorgelegt hatte. Damals hob der Konzern die erwarteten Kosten für Umbau, Transaktionen und Integration auf 500 Mio. $ an.

Als Grund nennt Flutter die Steuererhöhung. Nach Angaben der britischen Steuerbehörde HMRC stieg die Remote Gaming Duty, die Steuer auf Online-Casinospiele, am 1. April 2026 von 21 % auf 40 % der Gewinne; ab 1. April 2027 gilt für Online-Sportwetten ein neuer Satz der General Betting Duty von 25 %, Online-Wetten auf britische Pferderennen bleiben bei 15 %. Flutter beziffert die Folgen der britischen iGaming-Steuer für sein bereinigtes EBITDA 2027 auf 540 Mio. $ und will davon 201 Mio. $ durch direkte Kostensenkungen wie diesen Umbau ausgleichen.

Kevin Harrington, CEO von Flutter UK & Ireland, sagte, die Steuererhöhung habe „das wirtschaftliche Modell der regulierten Wett- und Glücksspielbranche in Großbritannien grundlegend verändert und zugleich den nicht lizenzierten, unregulierten Markt befeuert“ (unsere Übersetzung).

Was Flutter als Nächstes erwartet

Flutter rechnet weiterhin mit „sehr erheblichen Auswirkungen auf den Gesamtmarkt“ (unsere Übersetzung). Der Umbau sichere nach Angaben des Konzerns die Investitionen in sein Angebot für Kunden und stütze die Zuversicht, als größter Anbieter in Großbritannien Marktanteile zu gewinnen.

Das ist Flutters Prognose, kein Ergebnis.

Warum das wichtig ist

Die britische Steuererhöhung ist von Haushaltsreden und Quartalszahlen bei den Arbeitsplätzen angekommen. Die Remote Gaming Duty nimmt jetzt 40 % der Gewinne der Anbieter aus Online-Casinospielen in Großbritannien statt bisher 21 %, und Flutter sagt, einen Anstieg dieser Größenordnung könne der Konzern nicht vollständig auffangen, ohne seine Fixkosten zu senken.

Mehr zum Hintergrund: Entains Q3-Zahlen, die aktuelle Branchenstatistik der UK Gambling Commission, unser Blick auf die Erträge britischer Online-Casinos und die britischen Einzahlungslimits ab 30. September.

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Quellen