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Eine leere Basketballarena unter hellem Licht mit Parkettboden.

Regulierung · 3 Min.

NBA ernennt Kalshi und Polymarket zu bevorzugten Plattformen

Eine leere Basketballarena unter hellem Licht mit Parkettboden. · Bonusjungle illustration

Die NBA hat Kalshi und Polymarket zu ihren „Preferred Prediction Market Exchanges“ ernannt und mit der CFTC, der US-Derivateaufsicht, eine Absichtserklärung (MoU) unterzeichnet. Die Verträge bringen Handelsbeschränkungen und Pflichten zum Informationsaustausch, offizielle Daten und Marketingrechte für beide Plattformen und erweitern den NBA-Vertrag mit DraftKings auf Prognosemärkte.

Die NBA arbeitet als nächste große US-Liga direkt mit Prognosemärkten zusammen. In einer Mitteilung mit der Datumszeile New York, 26. Oktober 2026, ernannte die Liga Kalshi und Polymarket zu ihren „Preferred Prediction Market Exchanges“, also zu ihren bevorzugten Handelsplattformen für Prognosemärkte. Zugleich gab sie eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) mit der US-Derivateaufsicht CFTC (Commodity Futures Trading Commission) über Zusammenarbeit und Informationsaustausch zu NBA-Prognosemärkten bekannt.

Auf Prognosemärkten handeln Nutzer Ereigniskontrakte, die je nachdem auszahlen, ob ein Ereignis eintritt, etwa ein Sieg eines Teams. In den USA laufen sie als Handelsplattformen unter der CFTC, der Bundesaufsicht für Derivate. Mehrere Bundesstaaten sehen Sportkontrakte dagegen als Sportwetten, die sie selbst regulieren wollen, wie CNBC schreibt. Dieser Streit ist offen, und der NBA-Deal entscheidet ihn nicht. Die Angebote sind ein US-Thema; dieser Artikel sagt nichts über ihre Verfügbarkeit anderswo.

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Was die Integritätsregeln abdecken

Laut NBA enthalten die Verträge mit Kalshi und Polymarket drei zentrale Schutzmechanismen:

  • Beschränkungen zulässiger Märkte, die Liga kann also einschränken, welche NBA-Kontrakte angeboten werden;
  • ein ausdrückliches Handelsverbot für Liga- und Teampersonal bei NBA-Ereigniskontrakten;
  • Pflichten zum Informationsaustausch bei Ermittlungen und verdächtigem Handel.

Laut Mitteilung erhält jede Partnerschaft als „Authorized Prediction Market Operator“ spezifische Integritätspflichten für Prognosemärkte und Marktbeschränkungen, die an die jüngsten Sportwetten-Beschränkungen der NBA angelehnt sind. Das verweist auf das jüngste Rundschreiben der Liga an ihre Sportwetten-Partner, das Wetten auf den Eröffnungssprung und Under-Parlays auf denselben Spieler strich.

Kalshi schreibt in einem eigenen Beitrag, es arbeite bereits mit IC360 zusammen, um verdächtigen Handel zu erkennen und gesperrte Personen zu identifizieren, mit Signify gegen Online-Beleidigungen und mit dem SelfExclude-Programm von IC360, damit sich Nutzer mit einer Anmeldung auf allen teilnehmenden Plattformen sperren lassen können. Das sind Kalshis eigene Angaben zu seinen Schutzmaßnahmen.

Was die Plattformen und DraftKings bekommen

Als bevorzugte Plattformen erhalten Kalshi und Polymarket laut Mitteilung Rechte an NBA-Marken, Marketingrechte und Werbeaktionen in Medienkanälen innerhalb der USA. Außerdem bekommen sie offizielle NBA-Daten von Sportradar, dem „Official Data Distribution Partner“ der Liga, um autorisierte NBA-Märkte zu betreiben und abzurechnen. Bei der Abrechnung wird ein Kontrakt ausgezahlt; die offiziellen Daten entscheiden also, welches Ergebnis zählt.

Die Liga hat zudem ihren Vertrag mit DraftKings auf Prognosemärkte und landesweite Werbung erweitert und will die Beziehungen zu weiteren offiziellen Sportwetten-Partnern und anderen Firmen der Branche in den kommenden Wochen ausbauen. Weitere Unternehmen oder ein Datum nannte sie nicht. Sports Business Journal (SBJ) berichtet, dass Gespräche über Prognoserechte im FanDuel-Vertrag laufen und erweiterte Verträge mit anderen Anbietern, darunter Fanatics, folgen sollen.

Finanzielle Bedingungen wurden nicht veröffentlicht; laut SBJ wollten weder die Liga noch die Plattformen darüber sprechen. Damit schließt sich die NBA laut CNBC der NHL und der MLB an, die bereits direkt mit Prognosemarkt-Firmen arbeiten, während die NFL der große Verweigerer bleibt.

Was der Deal nicht ändert

Das MoU regelt Zusammenarbeit und Informationsaustausch mit der CFTC. Es gibt weder der NBA noch einer der Plattformen eine bundesstaatliche Glücksspiellizenz und ändert nicht, wie die Bundesstaaten diese Produkte behandeln.

Auch das Mindestalter steigt nicht. Laut SBJ verlangte die Liga ein Mindestalter von 21 Jahren, doch das MoU sieht das nicht vor, und Kalshi und Polymarket wehrten sich dagegen. SBJ zitiert Scott Kaufman-Ross von der NBA damit, dass die beiden Plattformen stattdessen verstärkte Maßnahmen für verantwortungsvolles Spielen und eine Überwachung von Kontoinhabern unter 21 zugesagt hätten. SBJ fügt hinzu, dass die Liga die CFTC weiter zu einer höheren Altersgrenze drängen wird.

Wir lesen den Deal so: Die NBA folgt dem Muster, das sie bei Sportwetten nutzte. Sie akzeptiert einen Markt, den sie nicht stoppen kann, und holt sich über Verträge die Daten, die Überwachung und die Marktgrenzen, die sie will. Was sich nicht über ein Sponsoring kaufen lässt, ist die Antwort darauf, wer diese Produkte reguliert. Das bleibt Sache der CFTC, der Bundesstaaten und der Gerichte. Hintergrund zur Bundesebene: unser Artikel zur Sicht der CFTC auf Casino- und Sportwetten gegenüber Ereigniskontrakten und zu den Briefen von US-Abgeordneten an Anbieter wie Kalshi und Polymarket.

Was sie sagten

„Der Schutz der Integrität des Spiels hat für uns oberste Priorität“, sagte Scott Kaufman-Ross, NBA Head of Media Distribution & Partnerships, in der Mitteilung. „Während sich diese Kategorie entwickelt, halten wir es für wichtig, konstruktiv mit Aufsichtsbehörden und Anbietern zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass angemessene Schutzmaßnahmen bestehen.“ (eigene Übersetzung)

Adam Barrick, Head of Sports Partnerships bei Kalshi, nannte die Partnerschaft „einen bedeutenden Meilenstein“ (eigene Übersetzung). Ari Borod, President, Sports Business Development bei Polymarket, sagte: „Wir freuen uns darauf, mit der NBA ein sicheres, transparentes Prognosemarkt-Ökosystem für alle aufzubauen.“ (eigene Übersetzung)

Auf Prognosemärkten kann man genauso Geld verlieren wie bei Wetten. Wenn es sich nicht mehr wie Unterhaltung anfühlt, nutzen Sie Selbstsperren und lokale Hilfsangebote.