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Ein kleines Podcaststudio zu Hause mit zwei Mikrofonen an Schwenkarmen, Kopfhörern und einem Mischpult im gedämpften Licht.

Regulierung · 3 Min.

ACMA verwarnt zwei Ex-AFL-Spieler wegen Vegastars-Werbung

Ein kleines Podcaststudio zu Hause mit zwei Mikrofonen an Schwenkarmen, Kopfhörern und einem Mischpult im gedämpften Licht. · Bonusjungle illustration

Australiens Medienaufsicht hat die früheren AFL-Spieler Mitch Robinson und Rhys Mathieson, heute Influencer, förmlich verwarnt, weil sie auf Instagram und in einem Podcast für das illegale Online-Casino Vegastars geworben haben. Beide haben die Beiträge entfernt. Laut ACMA sind jetzt alle Influencer gewarnt.

Die Australian Communications and Media Authority (ACMA), Australiens Aufsicht für Medien und Telekommunikation, hat die früheren Spieler der Australian Football League (AFL) Mitch Robinson und Rhys Mathieson förmlich verwarnt. Sie hatten für Vegastars geworben, ein Online-Casino, das in Australien nicht angeboten werden darf. Die ACMA gab die Verwarnungen in einer Medienmitteilung vom 22. Oktober 2026 bekannt. Beide arbeiten heute als Influencer in sozialen Medien.

Laut ACMA erschienen die Werbeinhalte zwischen März und April 2026. Die Videos zeigten Namen, Logo und Webadresse von Vegastars, dazu Spielszenen und werbende Kommentare. Robinson postete auf Instagram und auf dem YouTube-Kanal seines Podcasts Rip Through It, Mathieson auf Instagram. Laut Inside Asian Gaming bestritt Robinson 247 AFL-Spiele für Carlton und die Brisbane Lions, Mathieson 72 für die Lions.

Gegen die Website selbst war die ACMA schon vorgegangen: Im Januar 2026 forderte sie die australischen Internetanbieter auf, die Seite von Vegastars zu sperren.

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Verwarnung statt Geldstrafe

Nachdem die Aufsicht sie kontaktiert hatte, übernahmen beide laut ACMA die Verantwortung, beendeten ihre Zusammenarbeit mit Vegastars und entfernten das gesamte Werbematerial. Die ACMA hat jedem von ihnen eine förmliche Verwarnung erteilt, „um künftig die Einhaltung des Gesetzes sicherzustellen“ (unsere Übersetzung). Die ACMA hat Verwarnungen ausgesprochen, keine Geldstrafen.

Die gesetzlich möglichen Strafen sind weit höher. Nach Angaben der ACMA drohen Personen, die einen illegalen Glücksspieldienst bewerben oder bekannt machen, zivilrechtliche Strafen von bis zu 65.520 A$ je Verstoß. Wer den Zugang erleichtert, etwa mit Links oder indem er Nutzer auf die Seite lenkt, riskiert bis zu 2.730.000 A$. Das sind gesetzliche Höchstbeträge, keine Summen, zu deren Zahlung in diesem Fall jemand verpflichtet wurde.

„Alle Influencer sind jetzt klar gewarnt“, sagte ACMA-Mitglied Carolyn Lidgerwood. „Wer sein Online-Profil nutzt, um für illegale Glücksspieldienste zu werben, muss mit regulatorischen Maßnahmen rechnen, die auch empfindliche Geldstrafen umfassen können.“ (unsere Übersetzung) Sie fügte hinzu, die ACMA habe die Überwachung illegaler Glücksspielwerbung im Netz verstärkt, und die Verwarnungen setzten ihr jüngstes Vorgehen gegen einzelne Influencer fort.

Warum schon die Werbung verboten ist

Zur Einordnung: Australien lizenziert Sport- und Pferdewetten, Online-Casinos – also Echtgeld-Slots, Roulette und ähnliche Spiele – können für Kunden in Australien dagegen überhaupt nicht lizenziert werden. Jede Seite, die sie Menschen in Australien anbietet, handelt illegal, und der Interactive Gambling Act verbietet außerdem, für einen solchen Dienst zu werben. Auf dieses Gesetz hat sich die ACMA hier gestützt.

Für Spieler ist die Lehre aus unserer Sicht einfach: Ein bekanntes Gesicht in einem Stream oder Podcast sagt nichts darüber, ob ein Casino legal oder sicher ist. Eine illegale Offshore-Seite steht außerhalb des australischen Verbraucherschutzes, auch außerhalb der nationalen Selbstsperrliste BetStop, und bei Streit über eine Auszahlung gibt es keine australische Aufsicht, an die man sich wenden kann. Die ACMA sagt es deutlicher: „Illegale Glücksspieldienste können Einzelnen und Familien erheblichen finanziellen Schaden zufügen.“ (unsere Übersetzung)

Der Fall hat nichts mit den Regeln für prominente Werbegesichter ab dem 1. Januar 2027 zu tun. Sie verbieten lizenzierten Wettanbietern, Sportler, Prominente und Influencer in ihrer Werbung einzusetzen. Bei den Verwarnungen gegen Robinson und Mathieson geht es dagegen um ein nicht lizenziertes Casino nach heute geltendem Recht.

Nicht nur Australien geht gegen Influencer-Werbung für illegales Glücksspiel vor. In Griechenland hat die Aufsicht Strafanzeigen gegen 18 Instagram-Influencer erstattet, die für nicht lizenzierte Glücksspielseiten geworben haben sollen. Die ACMA geht auch gegen lizenzierte Anbieter vor, etwa mit der Zahlung von 1,07 Mio. A$ durch Dabble wegen BetStop-Verstößen. Und wenn eine Seite mit einem Lizenzsiegel seriös wirken will, lohnt sich die Warnung der Aufsicht der Isle of Man vor gefälschten Lizenzangaben.

Wenn Glücksspiel dir in Australien Probleme macht, bietet Gambling Help Online kostenlose, vertrauliche Hilfe, und über BetStop kannst du dich bei allen lizenzierten australischen Wettanbietern selbst sperren lassen.