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Eine leere Basketballhalle unter gedämpftem Arbeitslicht, die Anzeigetafel ist ausgeschaltet.

Regulierung · 3 Min.

PointsBet Canada akzeptiert zwei Tage Sperre in Ontario

Eine leere Basketballhalle unter gedämpftem Arbeitslicht, die Anzeigetafel ist ausgeschaltet. · Bonusjungle illustration

PointsBet Canada nimmt seine Glücksspiel-Website in Ontario für zwei Tage vom Netz und lässt ein unabhängiges Audit durchführen. Damit endet das AGCO-Verfahren um das mutmaßliche Versäumnis, verdächtige Wetten auf NBA-Spieler Jontay Porter zu melden. Laut AGCO und PointsBet stehen die Termine noch nicht fest.

PointsBet Canada hat einer zweitägigen Sperre seiner Glücksspiel-Website in Ontario zugestimmt. Hintergrund sind verdächtige Wetten auf NBA-Spieler Jontay Porter, die der Anbieter laut AGCO mutmaßlich weder erkannt noch gemeldet hatte. Die Alcohol and Gaming Commission of Ontario (AGCO), die Glücksspielaufsicht der Provinz, gab die Einigung am 20. Oktober 2026 bekannt. Sie beendet das Verfahren, das die AGCO im Februar eröffnet hatte, als sie eine fünftägige Sperre der Online-Registrierung von PointsBet vorschlug. Es war die erste Sperre, die die Behörde im regulierten Online-Markt Ontarios anstrebte. Die Sanktion gilt nur für Ontario.

Zur Einigung gehört auch ein unabhängiges Audit. Sowohl die Prüfer als auch die Methode muss die AGCO genehmigen, und PointsBet hat zugesagt, alle Befunde zu beheben. Diese Nachbesserungen werden ebenfalls unabhängig überprüft. Laut AGCO ist das Verfahren damit abgeschlossen.

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Wann die Website offline geht

Das steht noch nicht fest. Ein Sprecher der AGCO und PointsBet sagten Medien, dass die zwei Tage noch nicht terminiert sind; laut Canadian Gaming Business muss die Aufsicht die Termine genehmigen. Wer in Ontario bei PointsBet spielt, sollte vor Beginn der Sperre auf eine Mitteilung des Anbieters achten.

Canadian Gaming Business berichtet außerdem, dass am 19. Oktober eine fünftägige Anhörung vor dem Licence Appeal Tribunal beginnen sollte, bei dem PointsBet gegen die vorgeschlagene Anordnung vorgegangen war. Im Zuge der Einigung habe PointsBet seinen Einspruch zurückgezogen.

Was die AGCO beanstandet hat

Porter, damals Spieler der Toronto Raptors, stand 2024 im Zentrum eines Wettmanipulationsfalls, der später Teil von Ermittlungen der US-Strafverfolgung wurde. Laut der AGCO-Mitteilung vom Februar fragte die Aufsicht Anfang 2024 alle Sportwettanbieter in Ontario, ob sie Wetten auf Porter angeboten und Verdächtiges erkannt und gemeldet hatten. PointsBet antwortete nach Angaben der AGCO erst nach erheblicher Verzögerung und erklärte, keine solchen Wetten angeboten zu haben.

Im Oktober 2025 machte eine Anklage des US-Justizministeriums deutlich, dass der Fall Porter Teil eines größeren Insider-Wettsystems war, und die AGCO forderte die Anbieter auf, erneut zu prüfen. Achtzehn Monate nach seiner ersten Antwort räumte PointsBet ein, doch Wetten auf Porter in diesen Spielen angeboten zu haben. Nach Auswertung der Wettdaten von PointsBet sah die AGCO die Anzeichen verdächtiger Wetten, um die es in dem System ging. Diese Wetten hätten nach Ansicht der Behörde schon zum Zeitpunkt der Wettabgabe erkannt und gemeldet werden müssen. Die AGCO spricht von einem mutmaßlichen systemischen Versagen bei Überwachung, Erkennung, Dokumentation und Meldung verdächtiger Wettmuster.

Warum Wettanbieter auffällige Wetten melden müssen

Lizenzierte Sportwettanbieter sehen Wettmuster früher als alle anderen. Wenn plötzlich viel Geld auf einen abgelegenen Markt fließt, etwa auf die Statistik eines einzelnen Spielers in einem Spiel, kann das ein Zeichen sein, dass jemand das Ergebnis schon kennt. Diese Integritätsüberwachung schreibt Ontario vor: Anbieter müssen auffällige Aktivitäten beobachten und sofort melden. Eine solche Meldung erreicht Ligen, Integritätsdienste, Aufsichtsbehörden und Polizei und warnt andere Anbieter, damit sie keine manipulierten Wetten mehr annehmen.

„Der Schutz der Integrität des Sports und des Sportwettenmarkts in Ontario hat für die AGCO höchste Priorität“, sagte Dr. Karin Schnarr, CEO und Registrar der AGCO, als die Sperre im Februar vorgeschlagen wurde. „Wir verlangen von allen Anbietern belastbare Systeme und umfassende Schulungen, damit verdächtige Aktivitäten zuverlässig erkannt und gemeldet werden. Unser Regelwerk ist klar: Anbieter müssen in der Lage sein, Integritätsrisiken zu erkennen und wirksam darauf zu reagieren, und wir werden handeln, wenn diese Standards nicht erfüllt werden.“ (unsere Übersetzung)

Es ist nicht die erste Strafe für PointsBet in Ontario. Die AGCO verhängte im Mai 2022 eine Geldstrafe wegen Verstößen bei Werbung und Bonusanreizen und im November 2023 eine weitere wegen Verstößen gegen die Standards zum verantwortungsvollen Spielen in Ontario.

Die AGCO war zuletzt auch an anderer Stelle aktiv, etwa mit einer Strafe gegen theScore Bet, weil der Anbieter bereits angenommene Cash-out-Angebote verweigerte. Beim Thema Integrität hat die NBA ihre Partner-Wettanbieter angewiesen, Wetten auf den Eröffnungssprung und Under-Kombiwetten zu streichen. Und anderswo in Kanada ist in Alberta die Übergangsphase für Online-Glücksspiel beendet, mit 50 lizenzierten Websites von 29 Unternehmen.

Quellen