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Eine Hardware-Krypto-Wallet neben einem ausgedruckten Gerichtsdokument auf einem Holztisch.

Krypto · 3 Min.

Geständnis im Kryptobetrug über 1,16 Mio. US-Dollar

Eine Hardware-Krypto-Wallet neben einem ausgedruckten Gerichtsdokument auf einem Holztisch. · Bonusjungle illustration

Ein 25-Jähriger aus Wolcott in Connecticut hat gestanden, Bitcoin von Anlegern für ein erfundenes Krypto-Investment eingesammelt, über Stake.com geleitet und verspielt zu haben. Der Nettoschaden liegt bei 1.159.945,34 US-Dollar.

Ein Mann aus Connecticut hat gestanden, ein erfundenes Krypto-Investment betrieben und das Geld seiner Opfer auf Stake.com verspielt zu haben. Elmin Redzepagic, 25, aus Wolcott bekannte sich am 19. Oktober 2026 vor US-Bezirksrichterin Kari A. Dooley in Bridgeport schuldig, teilte die US-Staatsanwaltschaft für den Bezirk Connecticut mit. Der Nettoschaden beträgt 1.159.945,34 US-Dollar bei mehr als 10 Opfern.

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So lief der Betrug

Laut Gerichtsunterlagen und Aussagen vor Gericht gab sich Redzepagic etwa von Mai 2021 bis März 2025 als Krypto-Anleger mit hohen Renditen aus. Hatten Opfer investiert, erklärte er ihnen, sie hätten einen großen Gewinn gemacht, müssten aber vor der Auszahlung zusätzliche Transaktionsgebühren zahlen. Er behauptete, für ein Team um eine Person namens The Chef zu arbeiten, die angeblich bestimmte, wer wann und wie ausgezahlt wurde.

Investiert hat er das Geld nie. Laut Anklage nutzte er Stake.com, von der Behörde als Offshore-Glücksspielplattform bezeichnet, um die Einnahmen zu empfangen und zu halten, Krypto-Adressen zu erzeugen, an die die Opfer Bitcoin schickten, und den Opfern zwischendurch größere Beruhigungszahlungen zu leisten. Gemeint sind, mit unseren Worten, Auszahlungen, die die Opfer bei Laune halten und ihr Vertrauen in das Schema stärken sollten. Danach verspielte er das Geld auf der Seite.

Stake.com ist keine Partei in diesem Verfahren.

Die Anklagepunkte und wie es weitergeht

Redzepagic bekannte sich in zwei Fällen des Betrugs über elektronische Kommunikationswege schuldig (im US-Recht ein eigener Straftatbestand, wenn für den Betrug etwa Internet, Telefon oder Überweisungen genutzt werden), dazu in einem Fall internationaler Geldwäsche und in einem Fall falscher Angaben gegenüber Ermittlern der Steuerfahndung IRS Criminal Investigation, denen er im September 2023 in einer Vernehmung mehrere falsche Angaben machte. Auf Betrug dieser Art und auf internationale Geldwäsche stehen jeweils bis zu 20 Jahre Haft pro Fall, auf die falschen Angaben bis zu fünf Jahre. Das sind gesetzliche Höchststrafen, keine zu erwartende Strafe. Das Strafmaß soll am 11. Januar 2027 verkündet werden.

Er wurde am 12. Februar 2026 festgenommen und ist bis zur Urteilsverkündung gegen eine Kaution von 500.000 US-Dollar auf freiem Fuß. Ermittelt hat IRS Criminal Investigation.

Das Warnsignal in diesem Fall

Der Satz „Du hast Gewinn gemacht, zahl aber erst eine Gebühr, um ihn abzuheben“ ist ein typisches Muster bei Anlagebetrug (unsere Übersetzung). Wer frisches Geld schicken soll, bevor er ein angebliches Guthaben abheben kann, sollte aufhören, nicht zahlen. Der Fall zeigt auch, wie wenig eine Krypto-Einzahlungsadresse darüber verrät, wer hinter dem Geld steht: Hier wurden die Adressen, auf die die Opfer zahlten, auf einer Glücksspielseite erzeugt.

Der September-Bericht der FATF zu Gaming und Glücksspiel zählt Online-Casinos und Sportwetten zu den Bereichen mit dem höchsten Geldwäscherisiko. Polymarket US dagegen hat laut WSJ nach einer Welle mit gestohlenen Karten seine Regel zur Auszahlung auf dieselbe Zahlungsquelle gestrichen.

Quellen